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ZIA


Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.



„Der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V ist die ordnungs- und wirtschaftspolitische Interessenvertretung der Immobilienwirtschaft mit Sitz in Berlin. Der Verband fördert und begleitet Maßnahmen, die geeignet sind, das wirtschaftliche, rechtliche, politische und steuerliche Umfeld der Immobilienwirtschaft zu erhalten und zu verbessern. Dazu bündelt er die Interessen der Immobilienwirtschaft und trägt ihre Anliegen mit einer Stimme auf nationaler und internationaler Ebene in Politik und Öffentlichkeit vor. Der ZIA wurde im Juni 2006 von namhaften Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft in Berlin gegründet und ist Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Auf europäischer Ebene ist der ZIA in Brüssel vertreten und wird dort als German Property Federation etabliert. Präsident des Verbandes ist Dr. Eckart John von Freyend, Mitglied des Aufsichtsrates der IVG Immobilien AG und Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.“

So die Selbstdarstellung des Verbandes auf seiner Website
(www.zia-deutschland.de). Diese ist, derzeit jedenfalls, nicht weiter beachtenswert, da sie nur wenig Informationen enthält, die über die Selbstdarstellung des Verbandes hinausgehen.

Der Verband mit gut 100 Mitgliedern erhebt den Anspruch auf eine einheitliche und exclusive Interessenvertretung der deutschen Immobilienwirtschaft in Berlin und Brüssel. Um diesem Anspruch gerecht zu werden ist er u.a. Mitglied im Bundesverband der deutschen Industrie.

Ob letzteres angesichts der Tatsache, dass die Immobilienwirtschaft mit Industrie, also dem Teil der
Wirtschaft, „der gekennzeichnet ist durch die Produktion und Weiterverarbeitung von materiellen Gütern oder Waren in Fabriken und Anlagen, verbunden mit einem hohen Grad an Mechanisierung und Automatisierung – im Gegensatz zur handwerklichen Produktionsform“ (Zitat aus Wikipedia), mag angesichts der inflationären Ausbreitung des Begriffes dahinstehen. Es ist bisher jedenfalls noch niemand auf die Idee gekommen, von einer „Immobilienindustrie“ oder „Real Estate Industrie“ zu sprechen.

Der ZIA beklagt die Zersplitterung auch der Interessenvertretung der deutschen Immobilienwirtschaft auf die verschiedenen Geschäftsfelder und will dort Abhilfe schaffen. Dies ist sicher ein nobles Anliegen. Die ca. 100 Mitglieder kommen allerdings überwiegend aus dem Teil der privaten Immobilienwirtschaft, der dem Kapitalanlagemarkt nahesteht. Bei 165.000 Unternehmen in der deutschen Immobilienwirtschaft sind derzeit erst gut ein halbes Promille Mitglieder beim ZIA. Dabei sind sicher große Firmen wie die Allianz Immobilien, die Bundesvereinigung der Landes- und Stadtentwicklungsgesellschaften, Cerberus Deutschland, die großen bankverbundennen Fondsgesellschaften,die Deutsche Wohnen AG, die ECE, Evonik Immobilien, die GSW, die IVG, Vivico und eine Reihe großer Anwaltskanzleien. Das ist eine ausgesuchte und erlauchte Gesellschaft, die ansonsten eher im Stillen agiert. Solange jedoch die Mehrheit der Unternehmen, die im GdW, im BfW oder bei Haus & Grund organisiert sind, ihre Interessen lieber selbst im BSI vertreten, wird auch der ZIA nichts an der Zersplitterung ändern.