Dies ist die offizielle Webseite des Deutschen Mieterbundes, der Spitzenorganisation der deutschen Mietervereine. Eine Kurzinformation zum Deutschen Mieterbund erhalten Sie in unserem Bereich „Organisationen“.
Die Seite dient zunächst der Information über den Deutschen Mieterbund selbst, seine Mitglieder, seine Struktur, die für ihn handelnden Personen und über Fragen der Mitgliedschaft. Im Bereich „Kontakt“ gibt es eine Suchfunktion, in der man über Stichworte nach Inhalten auf der Seite suchen kann. Mehrere Testläufe zeigten allerdings, dass die Suchfunktion Schreibfehler nicht verzeiht und auch nicht alle Inhalte der Webseite zu kennen scheint.
Im Bereich „Profil“ betreibt der Mieterbund Nabelschau, erzählt über seine Geschichte, erläutert seine Aufgaben und Ziele, stellt ausführlich Multifunktionär Dr. Rips vor und berichtet begeistert von Imageanalysen und Mitgliederbefragungen, die aufzeigen, wie unverzichtbar der Mieterbund ist. Alle sind begeistert, Kritik kommt nicht vor.
Im Bereich „Vereine“ verweist der Deutsche Mieterbund auf seine Landesverbände und die örtlichen Mietervereine. In dieser strukturierten und regionalisierten Aufstellung liegt in der Tat die große Stärke der Organisation, die die Probleme ihrer Mitglieder vor Ort kennt und ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Darüber würde man gerne noch viel mehr erfahren. Welche Probleme gibt es überall, welche nur in bestimmten Regionen und warum ist das so. Erfahrungs- und Beratungsberichte, die in induktiver Weise aus dem konkreten Fall heraus auf allgemeine Sachfragen und Probleme verweisen, könnte wohl kaum ein anderer Immobilienverband in dieser Breite und Tiefe liefern.
Im Pressebereich interessieren vor allem die Pressemeldungen, die der Deutsche Mieterbund regelmäßig zu mietrechtlichen und wohnungspolitischen herausgibt. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt der Webseite und tauchen auch in anderen Bereichen immer wieder auf. Sie sind nach Jahren, nicht nach Themen geordnet. Inhaltlich lassen sie sich über die Suchfunktion im Bereich „Kontakt“ erschließen. Man muss allerdings schon recht genau wissen, nach welchem Stichwort man sucht.
Wer die Wohnungspolitischen Positionen des Deutschen Mieterbundes kennenlernen möchte, dem wird im Bereich „Politik“ weitergeholfen. Zu den meisten aktuellen Themen der wohnungspolitischen Diskussion findet sich dort eine Stellungnahme des Deutschen Mieterbundes. Sie sind wohl aus Pressemeldungen zu dem jeweiligen Thema hervorgegangen, mal kürzer, mal länger und inhaltlich nicht überraschend. Der Mieterbund weiß halt, für wen und für was er steht. Grundsatzpapiere sucht man allerdings vergeblich. Hierzu gibt es nur die Seite „Aufgaben und Ziele“ im Bereich „Profil“.
Im Bereich „Recht“ führt die Webseite zunächst in zeitlicher Reihenfolge wichtige Urteile des BGH zu mietrechtlichen Fragen an. Sehr schön ist, dass neben dem Datum auch ein Thema und eine kurze Inhaltsbeschreibung der Entscheidung angegeben werden. Hinter dem Link findet sich dann allerdings keine eigenständige juristische Stellungnahme, sondern wieder die Pressemeldung des DMB. Es gibt dann ein kleines Mietrechtslexikon, in dem eine ganze Reihe mietrechtlicher Fragestellungen aus der Sicht des DMB erläutert werden. Vorsicht ist allerdings mit der Aktualität geboten. So taucht z.B. die Entscheidung des BGH zur Frage der Mieterhöhung bei unwirksamer Schönheitsreparaturklausel nach über einem Monat noch nicht in den Erläuterungen zu den Stichwörtern „Schönheitsreparaturen“ oder „Mieterhöhung“ auf. Gleiches gilt für die folgende Rubrik „Recht im Überblick“, in der grundlegende mietrechtliche Fragen in einer etwas ausführlicheren Form erläutert werden. Dadurch sollen die Leser vor allem auf den Geschmack gebracht werden, die Broschüren des DMB zu erwerben.
Der Bereich „Service“ liefert ein buntes Angebot an verschiedenen Dienstleistungen und Themen, angefangen mit Hinweisen zur Rechtsschutzversicherung des DMB und die Zusammenarbeit mit ImmoScout (?) hin zu den Themen Betriebskostenspiegel, Heizkostenspiegel und Energiekonto.
Im anschließenden Bereich „Zeitungen“ kann man die „Wohnungswirtschaft und Mietrecht“ abonnieren und die MieterZeitung zum Teil online einsehen. Einige Entscheidungen des aktuellen Heftes kann man an dieser Stelle auch online ansehen. Da jedoch keine Stichwörter angegeben werden, muss man sich durch alle Dateien durchklicken, um vielleicht etwas interessantes zu finden. Das ist kein wirklicher Service.
Im Bereich „Bücher“ werden die Werke vorgestellt, die im Dunstkreis des Mieterbundes entstehen. Dies sind vor allem das berühmte „Mieterlexikon“ sowie verschiedene thematische Broschüren mit in der Regel knapp unter einhundert Seiten. Bei den Fachbüchern werden lediglich 2 Werke vorgestellt. Das hätte man sich auch sparen können, um so mehr, als es Schriften sind, an denen auch Dr. Rips mitgewirkt hat. So macht es den Eindruck, als gehe es um den Privatvertrieb von Multifunktionär Rips. Oder gibt es etwa sonst keine mieterfreundliche juristische Fachliteratur?
Zu guter Letzt gibt es noch einen Online-Shop, dessen Angebot allerdings ebenso dürftig ist wie die Literaturliste im Bereich „Bücher“. Da hat sich der Programmieraufwand sicher nicht gelohnt.
Insgesamt eine angenehm gestaltete und übersichtliche Seite mit einigen interessanten Themen, die jedoch hinter den Möglichkeiten, die man hinter einer so großen Organisation wie dem Deutsche Mieterbund vermutet, zurückbleibt. Hier bleibt wohl vieles in den regionalen Organisationen stecken.
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