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Die Wohnungswirtschaft

Die Wohnungswirtschaft ist die wohnungswirtschaftliche Fachzeitschrift überhaupt. Sie erscheint monatlich im Hamburger Hammonia-Verlag. Das Jahresabonnement kostet 96,40 €, ein Einzelheft 12,80 €.

Das Haft beginnt mit dem „Editorial“, das in der Regel von Chefreakteur Manfred Neuhöfer verfasst wird. Manchmal dürfen aber auch externe Autoren ihre Meinung kundtun. Mit dem Editorial hat man zumeist schon den kritischsten Teil des Heftes hinter sich. Die Artikel sind zumeist mehr beschreibend und nur wenig bewertend. Die Branche selbst ist fast nie Gegenstand kritischer Auseinandersetzungen. Wenn wird Berlin oder Brüssel kritisch beleuchtet.

Wie im Spiegel ist die umfangreiche Werbung wohl Fluch und Segen zugleich. Selten informativ, zumeist störend, aber im Sinne der Preisbildung unvermeidlich sind die Ausgaben mit eingelegter oder im Heft enthaltener Werbung gespickt. Leider ist auch nur selten etwas Neues dabei. Seit Monaten nervt uns schon die Fa. B & O, die den Titel stärker dominiert als die eigentliche Titelgeschichte. „Lösungen für die Wohnungswirtschaft“ bietet sie an, mit dem Münchener Olympiastadion als Hintergrund. Wer mag da wohl wohnen.

In den „Meldungen“ wird kurz und knapp und zumeist sehr informativ über Vorkommnisse und Entwicklungen in der Wohnungswirtschaft berichtet. Termine, Pressemeldungen und Pressekonferenzen dominieren die Anlässe.

In den Rubriken

Thema des Monats
Wohnungspolitik
Städtebau
Wohnungsmarkt
Management
Unternehmen
Gebäude und Technik
Recht

werden anschließend auf 70 bis 80 Seiten die verschiedensten wohnungswirtschaftlichen Themen behandelt. Dabei gelingt es der Redaktion, Aktualität, Hintergrundberichte und Grundsätzliches in einem ausgewogenen Umfang zu präsentieren. Auch Interviews dienen der Vermittlung der Inhalte.

„Produkte und Dienstleistungen“ nennt sich eine kleine Rubrik am Ende, die eine Art redaktioneller Anzeigenteil ist. Ist die Zeitschrift schon insgesamt eher unkritisch, so gilt dies hier zu 100 %. Die Texte klingen, als kämen sie direkt von den Herstellern.

„Bücher“ werden auch besprochen. Allerdings scheint die Redaktion eine Vorauswahl zu treffen und nur solche Werke vorzustellen, die ihr gefallen. Wer der Lust am Verriss frönen möchte wird hier nicht fündig. Dabei kann die Warnung vor einem schlechten Buch so wichtig sein wie das Lob eines guten Buches.

Zum Schluss folgen noch Hinweise auf Termine und Bemerkungen zu Personen.

Zweifellos der wichtigste Teil der Zeitschrift ist der Stellenmarkt. Nirgendwo sonst findet der Interessierte Leser eine solche Auswahl an offenen Stellen. Will man sich nicht von Monat zu Monat gedulden kann man die meisten der Annoncen vorher auch schon online ansehen.

In aller Regel sind die Texte leicht verständlich geschrieben und sauber recherchiert. Es kommt aber auch vor, dass ein Autor den Leser mit Fremdwörtern und einem aufgeblasenen Duktus über mehrere Seiten quält. Dies ist besonders dann schade, wenn es sich eigentlich um ein spannendes Thema handelt.

Mehr unter
www.hammonia.de