
Das Grundeigentum
Das Grundeigentum gibt es seit gut 130 Jahren, den Grundeigentum-Verlag seit gut 50 Jahren. Wer mehr über diese Geschichte erfahren möchte, kann dazu etwas im Jubiläumsheft 2/2007 nachlesen.
Das Grundeigentum ist aus der Berliner Immobilienwirtschaft nicht wegzudenken. Es ist, wie schon der Titel sagt, die Zeitschrift für die gesamte Grundstücks-, Haus- und Wohnungswirtschaft, daneben auch Organ des Bundes der Berliner Haus- und Grundbesitzervereine und des Landesverbandes des RDM.
Wer in der Berliner Immobilienwirtschaft tätig ist kommt um die regelmäßige Lektüre des Grundeigentums nicht herum. Die Autoren sind durchweg angesehene Fachleute auf ihrem jeweiligen Gebiet. Die Kommentarseite und die Seite mit den „Namen und Nachrichten“ sind legendär.
Der Schwerpunkt des Grundeigentums liegt auf den Rechtsfragen rund um die Immobilie. In einem umfangreichen Rechtsprechungsteil werden die neuesten Judikate publiziert. Der Fokus liegt dabei auf dem BGH und den Berliner Gerichten. Wer Gerichtsurteile nicht lesen kann oder möchte, für den werden sie in der Rubrik „Recht kurz kommentiert“ kurz referiert, erläutert und oft auch kommentiert. In der Regel ist das völlig ausreichend. Wer das Grundeigentum regelmäßig liest, der benötigt, wenn er nicht gerade als Fachjurist das Immobilienrecht bearbeitet, keine weitere juristische Tageslektüre.
Im Bereich „Nachrichten und Überblick“ erhält der geneigte Leser kurz und prägnant Informationen über immobilienwirtschaftliche Sachverhalte wie z.B. die Höhe der durchschnittlichen Verwaltungskosten einer Wohnung in Deutschland, die Zahl der Haushalte oder die neuesten Entwicklungen bei der Anschlussförderung.
Die „Namen und Nachrichten“ sind die Klatschspalte der Berliner Immobilienwirtschaft. Hier geht es vor allem um Personalien. Schlimmer als dort von Dieter Blümmel aufs Korn genommen zu werden ist nur dort nicht von Dieter Blümmel aufs Korn genommen zu werden. Gerade in dieser Rubrik zeigt sich, dass das unscheinbare Verlagshaus in der Potsdamer Straße der Newsroom der Berliner Immobilienwirtschaft ist.
In der Rubrik „Hintergrund“ werden mehr oder weniger wichtige Themen kurz näher erläutert. Bei den „Fragen und Antworten“ geht es um Leseranfragen, die sich in aller Regel um Rechtsprobleme drehen. Kurze konkrete Fragen werden hie ebenso kurz und konkret beantwortet.
Sehr wichtig ist die Rubrik „Recht und Praxis“. Hier wird vertieft und auf mehreren Seiten auf ein immobilienrechtliches Thema eingegangen. Die Autoren bemühen sich dabei, dem Leser nicht nur zu sagen, was denn rechtens sei, sondern ihm auch praktische Hilfestellungen für den Umgang mit dem Problem im Verwalteralltag zu geben.
In der Rubrik „Wohnungseigentum“ geht es um selbiges, bei „Bauen und Modernisieren“ werden bautechnische Fragestellungen erörtert.
Das Heft ist gespickt mit Werbung für Makler, Verwalter, Anwälte, Baufirmen, Softwarefirmen, Müllunternehmen und die Buchprodukte des eigenen Verlages. Anders als in den meisten juristischen Fachzeitschriften konzentrieren sich diese nicht auf den vorderen und hinteren Seiten, sondern sind über das ganze Heft verteilt. Das ist oft störend, da es die Artikel auseinanderreisst und in die Länge zieht. Andererseits enthalten auch Annoncen in der Regel eine Information und drücken den Heftpreis.
Das Grundeigentum erscheint alle 14 Tage, also 26 Mal im Jahr. Das Abonnement kostet derzeit (06/2008) 145 €. Die Auflage soll bei ca. 10.000 Stück liegen.
Herausgeber ist Dieter Blümmel. Er ist zugleich geschäftsführender Gesellschafter des Grundeigentum-Verlages und Autor mancher spitzer Kommentare und der „Namen und Nachrichten“.
Die Website www.das-grundeigentum.de ist keinen Besuch und keine weitere Erwähnung wert. Es ist offensichtlich, dass das Premiumprodukt aus dem Hause das Heft ist.
