
Der Mietspiegel 2007
Die Mieten der meisten Berliner Wohnungen richten sich nach den Marktgegebenheiten, wie sie im Mietspiegel zum Ausdruck kommen. Dies gilt mittlerweile selbst für viele geförderte Wohnungen, da deren Kostenmieten oft über den Marktmieten liegen und dann kaum noch realisierbar sind.
Der aktuelle Berliner Mietspiegel ist der des Jahres 2007. Es handelt sich bei ihm um einen qualifizierten Mietspiegel im Sinne des § 558 d BGB. Die Berliner Mieterorganisationen sprechen von einem „Vermieterspiegel“ und kündigten ihre Mitarbeit medienwirksam – wenngleich auch folgenlos und nur zeitlich begrenzt – auf. Sie sind allerdings an den aktuellen Verhandlungen zum Mietspiegel 2009 wieder beteiligt. Aufgrund dieser Verweigerungshaltung der Mieterseite trägt der Mietspiegel 2007 nur die Unterschrift der Senatorin, nicht die der Mieter- und Vermieterverbände. Anders die Berliner Wohnungswirtschaft. „Der Mietspiegel 2007 ist eine Kompromisslösung. Trotzdem kann die Wohnungswirtschaft im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis zufrieden sein“, erklärte BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt.
Der Mietspiegel ist an vielen Stellen im Internet veröffentlicht. Er liegt auch den großen Berliner Tageszeitungen bei, dort allerdings ohne das Straßenverzeichnis, was diese Form der Veröffentlichung nur eingeschränkt verwendbar macht. Die offizielle Veröffentlichung erfolgt im Berliner Amtsblatt. Sie finden ihn (ohne Straßenverzeichnis) auch unten auf dieser Seite.
Einige Grunddaten des Mietspiegels 2007:
Mietsteigerungspotential von mehr als fünf Prozent;
Durchschnittlich Nettokaltmiete 4,75 Euro/qm (2005: 4,49), Anstieg um 0,26 Euro/qm/Monat;
Beibehaltung des Spannensystems 2/3 bis 4/5 variable Spanne pro Feld;
Weiterhin Ausweisung des Abschlages für minder ausgestattete WE in den Jahrgängen 1956 bis 1964;
Beibehaltung aller Sondermerkmale, leichter Anstieg im Bereich „moderne Einbauküche“;
Neuaufnahme des Sondermerkmals „innen liegendes Bad“ mit einem Abschlag in Höhe von 0,11 Euro/qm, wovon vor allem die Ostberliner Großsiedlungsgebiete betroffen sind;
Keine negativen Veränderungen der Orientierungshilfe;
Weiterhin kein Betriebskostenspiegel, sondern lediglich eine Betriebskostenübersicht, die aber kein Teil des qualifizierten Mietspiegels ist;
Höherstufung einiger Wohnlagen, dadurch Mieterhöhungspotenziale;
Weitere Informationen zum Mietspiegel stehen unter
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/mietspiegel/.
Dort findet sich neben dem Mietspiegel selbst insbesondere ein Berechnungsmodul, mit dem man für eine bestimmte Wohnung eine Mietspiegelmiete errechnen kann. Auch den Endbericht von Gewos zum Mietspiegel sowie zur Aktualisierung des Wohnlagenverzeichnisses finden Sie dort.
letzte Änderung am 02.11.2008
